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Kleine Warenkunde: Eier – die erste Zahl auf dem Ei ist am Wichtigsten!

Eier Ostern Warenkunde

Hallo ihr Lieben,

heute kurz vor Ostern möchte ich mich ein wenig mit der Warenkunde für Eier beschäftigen. Denn Ei ist nicht gleich Ei und wir als Verbraucher können und sollten bewusst auf die Hühnerhaltung Einfluss nehmen. Eier aus schlechter Hühnerhaltung sollten wir generell nicht mehr kaufen. Ich persönlich versuche so oft wie möglich meine Eier direkt vom Bauernhof zu beziehen. Manchmal bringt mir auch eine liebe Kollegin eine Packung mit, denn sie hat selbst Hühner zuhause. Im Supermarkt haben wir die Wahl, allerdings muss man dafür natürlich gewisse Grundlagen kennen, die uns unsere Entscheidung erleichtern. Es gibt eine einfach Regeln, die ihr euch merken könnt.

Je niedriger der Code, umso besser das Ei

Der Code der Eier ist immer folgendermaßen aufgebaut: Die erste Zahl steht für die Art der Haltung – anschließend kommen die Länderbuchstaben – und danach folgt Erzeugerkennnummer, die man im Internet verfolgen kann.

Die Käfighaltung oder auch Kleingruppenhaltung – Code 3

Die schlimmste Form, die klassische Käfighaltung ist bei uns Gott sei Dank seit 2010 verboten. Die Kleingruppenhaltung ist eine verbesserte Form der Käfighaltung und sollte am Besten komplett abgeschafft werden. Diese Eier haben als erste Ziffer den Code 3.

Die Bodenhaltung – Code 2

Die Legehennen werden in geschlossenen Hallen gehalten, auf maximal 4 Ebenen. Dabei dürfen maximal 9 Hühner auf 1 qm Fläche kommen. Diese Hühner werden automatisch mit Essen und Wasser versorgt. Da bis zu 6000 Hühner in den Ställen gehalten werden, ist der Einsatz von Antibiotika auch vorsorglich der Normalfall. Dort kommt es auch oft zu Rangkämpfen, was dazu führt, dass die Schnäbel generell gestutzt werden. Diese Hühner sehen nie tageslicht. Auf dem Ei ist der Code 2 für Bodenhaltung aufgedruckt.

Gerade für Fertigprodukte, wie z.B. Kuchen werden häufig diese verwendet oder noch schlimmer, es werden Eier aus Käfighaltung aus anderen Ländern bezogen.

Meiner Meinung nach keine gute Variante und solche Käufe sollten dringend vermieden werden!

Die Freilandhaltung – Code 1

Hier haben die Hühner tagsüber die Möglichkeit draußen zu leben. Im Stall kommen dann aber 9 Tiere auf einen Quadratmeter. Natürlich ist aber auch diese Haltung eine klare Art der Massentierhaltung, jedoch wesentlich besser als Code 2 oder gar 3. Die Außenbereiche sind insofern problematisch, wenn bis zu 3000 Hühner dauerhaft auf die Wiese koten, dort nichts mehr wachsen kann und der Boden versauert. Auch hier ist die Beigabe von Medikamenten als Futterbeigabe ein Normalzustand.

Meiner Meinung nach ein Mittelweg – auch preislich, wenn Bio Eier für das persönliche Einkommen zu teuer sind.

Bio-Eier – Code 0

Nun kommen wir zu meinem Favoriten. Hier haben die Hühner wesentlich bessere Bedingungen. Es darf nur ökologisches Futter gefüttert werden und auch bei Krankheiten wird auf die Naturmedizin zurückgegriffen. Die Eidotter sind etwas kleiner und das Eiweiß hat eine bessere Konsistenz. Jedes Tier hat einen größeren persönlichen Bereich und eine Sitzstange zur Verfügung. Hier bekommt man mit Abstand die beste Qualität und eine artgerechtere Tierhaltung.

 

Falls ihr eure rohen und gekochten Eier mal verwechselt und nicht mehr auseinanderhalten könnt, hier noch ein Trick: Dreht die Eier auf dem Tisch, die die tatsächlich eiern und sich nicht rund drehen sind noch roh, da sich der Dotter im Ei bewegen kann.

 

 

 

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