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Meine diesjährige Weihnachtsgeschichte und wie wir Weihnachten verbringen

2016-12-23_18-21-151
Meine Familie, mein Freund und ich verbringen den 24. Dezember in einer Einrichtung für jugendliche Flüchtlinge. Daniel und ich haben dort seit Ostern diesen Jahres eine Patenschaft für einen 16 jährigen Jugendlichen und auch meine Eltern haben eine Patenschaft übernommen. Wir kochen gemeinsam, lesen eine weihnachtliche Geschichte, spielen und hoffen auch mehr über die wichtigen Feste und Bräuche der Jungs zu erfahren.

Aktuell wohnen dort 18 Jungs und damit ist die Einrichtung voll belegt. Es geht vor allem darum, den Tag mit ihnen schön zu verbringen und nicht in erster Linie darum Weihnachten zu feiern. Allerdings finde ich es wichtig, dass sie auch unsere Traditionen kennen lernen. Gekocht werden zwei verschiedene Gerichte, ein afrikanisches Gericht mit Reis und Hähnchen und ein afghanisches Gericht mit Reis und Lamm. Zwei der Jungs haben das Kochkommando und wir schnippeln fleißig mit. Mein Bruder hat sich um die Musik gekümmert und ca. 30 typische Weihnachtslieder gesucht, die wir immer als Schleife laufen lassen wollen.
Wir haben dieses Jahr viele bewegende, richtig schöne, aber auch traurige Momente durch die Patenschaft erlebt und ich würde es nicht mehr missen wollen, da es mir wahnsinnig viel gibt. Vor allem Dankbarkeit und eine Art innere Ruhe habe ich dadurch in diesem Jahr gefunden. Und ich kann mich inzwischen von fremden Schicksalen abgrenzen, ich habe Mitgefühl, aber kein Mitleid mehr. Das wollen die Jungs nicht und hilft auch keinem weiter.
Ich freue mich sehr auf den Tag und wünsche auch euch und eure Lieben ein wunderschönes, friedliches und besinnliches Fest.
Die nachfolgende Weihnachtsgeschichte liest mein Papa morgen vor und wurde von meiner Mama im Internet gefunden. Ich finde es eine perfekte Wahl, nicht zu lang, nicht zu kurz und auch leicht verständlich. Prinzipiell geht es darum, nicht aufzugeben und für sein Glück weiterzukämpfen. Vorallem ist sie unabhängig von jeglicher Religions- und Glaubensrichtung passend.
Bilder kann ich leider nicht nachreichen, da wir auf keinen Fall Bilder der Jugendlichen online stellen dürfen, aber vielleicht springt ein Bild von Daniel und mir raus. 🙂
Die vier Kerzen
Vier Kerzen brannten am Adventskranz. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.
Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden.“

Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.“

Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus.

Leise und traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort. „Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.“

Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: „Aber, aber, Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!“ Und fast fing es an zu weinen.

Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung.“

Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.

– Quelle unbekannt

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